Die nächste Generation beim Übergang begleiten

Interview mit Max Keller, Geschäftsführer der Siaxma AG

Social Share
Teilen Sie diesen Artikel

Wirtschaftsforum: Herr Keller, bevor wir auf die Produkte der Siaxma AG zu sprechen kommen, erzählen Sie uns doch bitte etwas zum Werdegang Ihres Unternehmens.

Max Keller: Gerne. Gesetzliche Vorgaben zur Installation von Einbruchmelde- und Videoüberwachungsanlagen in Spielbanken waren die Initialzündung für unsere Gründung 1982. Seinerzeit haben wir Beratung, Planung und Erstellung von Sicherheitskonzepten für Spielbetriebe und Casinos angeboten. Später kamen Zutrittskontrolle und Arbeitszeiterfassung hinzu und Mitte der 1990er-Jahre haben wir damit begonnen, unsere eigene Software zu entwickeln. Im Laufe der Zeit sind wir technologisch und auch von der Größe her stetig weitergewachsen. Heute beschäftigen wir 30 Mitarbeitende.

Wirtschaftsforum: Wie sieht nun Ihr heutiges Portfolio konkret aus?

Max Keller: Zum einen bieten wir Tools zur Erfassung von Zeit, Leistung und Spesen an. In dieser Sparte besteht ein starkes Entwicklungspotenzial, zum Beispiel dass der Nutzer immer mehr über das Mobiltelefon abwickeln möchte. Zum andreren sind wir im Sicherheitsbereich tätig. Hier geht es um Zutrittskontrolle, die ein wesentlicher Bestandteil unseres Angebotes ist. Gerade hier kommt es auf die zusätzlichen Tools wie Besucherverwaltung, Schlüsseldepot, Schliessplanverwaltung, Liftsteuerung und mehr an. Immer wichtiger werden auch Tür- und Alarmmanagement. Wir verfügen über das erforderliche Wissen und können daher umfassende Zugangssysteme anbieten. Unsere Videoüberwachung ist besonders für Casinos relevant, denn der gesamte Spielbetrieb wird darüber kontrolliert. Unsere biometrischen Systeme sind vor allem im Hochsicherheitsbereich angesiedelt. Hinzu kommt eine Lösung zur Verwaltung der Stammdaten im Personalmanagement, wo persönliche Leihgaben wie Laptop, Mobiltelefon, Geschäftsfahrzeug und so weiter verwaltet werden können.

Wirtschaftsforum: Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe im Unternehmen an?

Max Keller: Ich bin von Beginn an im Unternehmen und habe dieses zusammen mit meinem Geschäftspartner 1998 übernommen. Von Anfang an waren Planung und Engineering der Sicherheitssysteme mein Steckenpferd. Ich werde mich nun schrittweise aus dem operativen Geschäft zurückziehen und mich künftig auf die strategische Ausrichtung konzentrieren. Deshalb geht es mir aktuell darum, nachfolgende Personen aufzubauen und dafür zu sorgen, dass die Orientierung am Kunden und dessen Betreuung weiter im Vordergrund stehen. Die Technik entwickelt sich rasant weiter und deshalb ist es sehr wichtig, hier nicht den Anschluss zu verlieren. Gerade in der Zeiterfassung gibt es große Veränderungen – ebenso wie in der Sparte Sicherheit, obwohl es dort nicht ganz so schnell geht. Hier geht es darum, neue Lösungen zu finden und bestehende weiterzuentwickeln. Grundsätzlich möchte ich mein Wissen und meine Erfahrung gerne innerhalb von Siaxma weitergeben.

Wirtschaftsforum: Auch ein Teil Ihrer Belegschaft arbeitet aus dem Homeoffice heraus. Ist das ein genereller Trend?

Max Keller: Viele Firmen haben uns nach Lösungen zur Zeit- und Leistungserfassung fürs Homeoffice gefragt. Dieser Wandel von der Präsenz im Betrieb zum Arbeiten von zuhause aus ist in vollem Gange und wir unterstützen unsere Kunden dabei. Die Möglichkeit zum Homeoffice gab es schon lange, wurde aber noch nicht so stark genutzt. Jetzt hat auch die Politik ein starkes Interesse am Homeoffice und das gibt einen starken Schub. Mittlerweile ist Homeoffice aus dem Betriebsleben nicht mehr wegzudenken und nun geht es vor allem darum, es vernünftig zu nutzen.

Wirtschaftsforum: Auf welche Weise sprechen Sie Kunden und Interessenten an?

Max Keller: Weil uns die Bedeutung des Marketings klar war, haben wir eine eigene Marketing-abteilung aufgebaut. Früher haben wir uns regelmäßig auf der Sicherheitsmesse präsentiert, doch das wurde irgendwann zu teuer. Darüber hinaus verfügen wir über einen sehr großen Schauraum für Kundenevents. Entweder kommen Kunden zu uns oder wir gehen zu ihnen oder wir zeigen unsere Lösungen in einem virtuellen Demoraum. Auf unsere Marketingabteilung bin ich besonders stolz. Es war damals die richtige Entscheidung, sie ins Leben zu rufen.

Wirtschaftsforum: Was macht Ihrer Meinung nach den Erfolg von Siaxma aus?

Max Keller: Als ich das Unternehmen zusammen mit meinem Partner 1998 übernommen habe, war uns von Beginn an klar, dass wir nicht als Einzelpersonen, sondern nur zusammen im Team stark sein können. Außerdem geht es darum, die geeigneten Mitarbeiter zu finden, ihnen mit Respekt zu begegnen und ein gutes Umfeld zu schaffen.

Wirtschaftsforum: Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben?

Max Keller: Veränderung und Innovation stehen für eine erfolgreiche Organisation der Zukunft. Dazu benötigt man ein gutes und aufgeschlossenes Team. Wir möchten als Unternehmen weiterhin für die Zukunft gerüstet sein.

Wirtschaftsforum: Und was sind Ihre Wünsche für die Zukunft von Siaxma?

Max Keller: Ich wünsche mir vor allem, dass der Generationswechsel erfolgreich über die Bühne geht und dass das Unternehmen im bereits von mir beschriebenen Sinne fortgeführt wird. Die Nische, die wir besetzen, ist eine große Herausforderung. Deshalb möchte ich die Nachfolge gerne begleiten. Manche Projekte müssen wir schnell realisieren, deshalb mussten wir personell noch etwas aufstocken. Ich sehe Siaxma fast ein wenig wie ein Kind an, das man betreut, das wächst und gedeiht und das dann irgendwann selbstständig wird. Daran habe ich eine große Freude.

Siaxma AG
Bittertenstrasse 15
4702 Oensingen
Schweiz
+41 62 3885111
siaxma(at)siaxma.ch
www.siaxma.ch

Bewerten Sie diesen Artikel
Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern
TOP